Vorab muss ich sagen, dass es sich hierbei um keinerlei Rechtsberatung bezüglich des Themas Drohnen-Gesetz handelt. Dieser Beitrag soll lediglich als Denkanstoß für weitere eigene Recherchen dienen.

Das neue Drohnen-Gesetz

Seit dem 07.04.2017 gibt es das neue Drohnen-Gesetz. Dieses stuft Drohnen nach ihrem Gewicht ein.
So muss eine Drohne, die mehr als 250 Gramm wiegt, gekennzeichnet werden. Das bedeutet, dass der Name sowie die Anschrift des Besitzers auf der Drohne ersichtlich sein müssen. Es ist hierbei darauf zu achten, dass die Kennzeichnung gut sichtbar und feuerfest angebracht ist und sich während des Flugs nicht ablösen kann. Da eine FPV Drohne selten über ein Kilogramm wiegt genügt das anbringen der Kennzeichnung.
Der Vollständigkeit halber werden die zusätzlichen Gewichtseinschränkungen dennoch kurz und knapp erwähnt.
Bei einem Gewicht ab zwei Kilogramm wird zusätzlich noch ein Flugkundenachweis benötigt. Dieser kann am bequemsten beim nächstgelegenen Modellflugverband erlangt werden.
Drohnen ab fünf Kilogramm benötigen, zusätzlich zu den beiden genannten, eine Aufstiegserlaubnis der jeweiligen Landesluftfahrtbehörde.
Für Drohnen mit mehr als 25 Kilogramm gilt ein generelles Flugverbot.

Was gibt es noch bei dem neuen Drohnen-Gesetz zu beachten?


Unabhängig vom Gewicht der Drohnen dürfen diese nur bis zu einer Höhe von 100m fliegen. Alles über 100m erfordert eine Ausnahmeerlaubnis der Landesluftfahrtbehörden.
Zudem dürfen Drohnen nur auf Sicht geflogen werden. Eine FPV-Brille zählt nicht als "auf Sicht fliegen". Sollten FPV-Flüge unternommen werden, ist eine zweite Person als Zuschauer Pflicht. Der Hintergrund dafür ist, dass die zweite Person den Piloten auf mögliche Gefahren hinzuweisen hat. Eine zweite Person wird nicht mehr benötigt, wenn die Drohne unter 250 Gramm wiegt und unter einer Höhe von 30m geflogen wird.
Generell gilt, dass bemannten Luftfahrzeugen auszuweichen ist.

Was ist verboten?

Generell sind alle Gefährdungen und Behinderungen verboten.
Zudem ist das Fliegen in sensiblen Bereichen verboten. Ein Mindestabstand von 100 Meter ist hierbei einzuhalten. Zu den sensiblen Bereichen zählen:
•Einsatzorte von der Polizei und Rettungskräften
•Menschenansammlungen
•Naturschutzgebiete
•Wohngrundstücke
•Industrieanlagen
•Kontrollzonen von Flugplätzen
•Verfassungsorgane, Bundes- oder Landesbehörden

Muss ich beim Kauf der Bauteile etwas beachten?

Die Frage muss ich eindeutig mit "Ja" beantworten.
Beim Kauf eines FPV-Senders muss darauf geachtet werden, dass der Sender nicht mehr als 25mW Sendeleistung hat. Das hat den Hintergrund, dass auf der 5,8Ghz-Frequenz nur mit maximal 25mW gesendet werden darf.
Bei allen anderen Bauteilen besteht freie Wahl, da keinerlei Reglementierungen bestehen.

Muss ich mich versichern?


Kurz und knapp: Ja.
In Deutschland ist auch für Drohnen eine Versicherung Pflicht. Stürzt die Drohne aufgrund eines leeren Akkus auf ein Auto oder trifft sogar einen Fußgänger, so liegen die Kosten sehr schnell in einem Bereich, den man selbst kaum tragen kann.
Je nach Versicherung kann man hier mit Kostet von etwa 70€ im Jahr rechnen.